Fälschungs-Warnungen

Stand: 23. August 2011

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Neue Fälschungen des

Ordens „Stern der Sozialistischen Republik Rumänien“!

Von Rainer Schmitt, Autor der Monographie „Die Auszeichnungen der Volksrepublik und der Sozialistischen Republik Rumänien 1948 bis 1989“ (Offenbach am Main 2001) erhielt ich folgenden Hinweise:

In Ebay werden seit einiger Zeit Exemplare einer „Sonderstufe 1. bis 5. Klasse für Diplomaten“ des Ordens „Stern der Sozialistischen Republik Rumänien“ mit Halsband im Etui angeboten. Diese Ausführung hat es nie gegeben! Von diesem Orden sind alleine Sonderstufen bekannt, die in der Ausstattung von Großkreuzen (verkleinerte vergoldete Ausführung der 5. Klasse am Schulterband und 1. Klasse als Bruststern) nachweislich an Erich Honnecker, König Juan Carlos I. von Spanien, Désiré Mobutu und an Juan Peron verliehen worden sind.

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Rumänien-Fälschung

Des Weiteren werden auch Damendekorationen (kleinere Ausgaben) des Ordens „Tudor Vladimirescu“ in hohl geprägter Ausführung angeboten. Bisher waren Damendekorationen nur in massiver Ausführung bekannt.

Vor Ankauf wird gewarnt!

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Vor Ankauf wird dringend gewarnt:

Baden-Württemberg, Rettungsmedaille, 1. Modell (1953–1954)

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: BW1                Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: BW2

Abb. 1a und 1b:

Vorderseiten der baden-württembergischen Rettungsmedaille, 1. Modell. Links das Original und rechts die Fälschung.

Seit kurzer Zeit werden Fälschungen des 1. Modells der baden-württembergischen Lebensrettungsmedaille – die nur in wenigen Exemplaren in den Jahren 1953 und 1954 verliehen wurde – angeboten bzw. bei Internet-Auktionen vertrieben. Bereits zwei dieser Fälschungen lagen dem Autor vor. Sie konnten eindeutig als neu hergestellte Medaillen identifiziert werden. Beide Exemplare haben einen extrem unsauber gefertigten Rand. Außerdem sind sie mit der Silberpunze 800 versehen, die sich auf 18:00 Uhr im Medaillenrand befindet. Die originale Medaille ist mit einem anderen Silbergehalt als die Fälschung gepunzt. Auch befindet sich die Punze an anderer Stelle. Die korrekten Identifikationsmerkmale der Medaille werden hier bewußt nicht angegeben, um dem Fälscher nicht noch die Möglichkeit zu bieten, seine Kopie zu modifizieren. Durchaus ausreichend zur Identifizierung der Fälschung dürften die Makroaufnahmen sein, die hier der Originalprägung gegenüber gestellt werden gegenüber gestellt werden.

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: BW3               Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: BW4

Abb. 2a und 2b:

Makroaufnahmen der Vorderseiten der baden-württembergischen Rettungsmedaille, 1. Modell. Links das Original und rechts die Fälschung.

Deutlich sind die Unterschiede bei der Ausführung der Inschrift und der Eichenblätter zu erkennen. Beim Original (links) sind die Eichenblätter sauber und kantig ausgearbeitet. Die Fälschung weist hingegen sichtbar einen grießigen Eichenblattkranz auf. Ebenfalls sind bei den Lettern deutliche Unterschiede zu sehen. Während der Schriftduktus beim Original (links) sich sehr eben und kantig zeigt, ist er bei der Fälschung rund und wirkt unruhig. Dem Fälscher muß ein Original vorgelegen haben, da die Fälschung im Kopierfräsverfahren hergestellt wurde. Um den Rand – wie beim Original – matt erscheinen zu lassen, ist der Eichenblattrand wohl sandgestrahlt worden. Diese Methode erklärt auch den grießig-körnigen Eichenblätterkranz.

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: BW5               Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: BW6

Abb. 3a und 3b:

Makroaufnahmen der Rückseiten der baden-württembergischen Rettungsmedaille, 1. Modell. Links das Original und rechts die Fälschung.

Uwe Bretzendorfer in: Orden und Ehrenzeichen, Heft 49, Juni 2007, Seite 36 f.

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Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: BDOS-bunt-frei-web Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: OEGO-bunt

BDOS – Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde e. V.

Österreichische Gesellschaft für Ordenskunde

Vom 4. bis zum 6. Mai 2007 haben die BDOS - Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde e. V. und die Österreichische Gesellschaft für Ordenkunde und die zum ersten Deutsch-Österreichischen - Phaleristischen Symposium zum Thema „Fälschungen“ nach Passau eingeladen. Über vierzig Teilnehmer (worunter sich sowohl Sammler, wie auch Forscher und Händler befanden) aus Deutschland, Österreich und Dänemark haben daran teilgenommen.

Zum Abschluß der Veranstaltung haben die anwesenden Teilnehmer nach langwierigen, überaus sachlich geführten Erörterungen und regen Diskussionen folgende Begriffsdefinitionen für Orden und Ehrenzeichen mit überwältigender Mehrheit verabschiedet:

Originale

Alle verliehenen Exemplare sind Originale.

Darüber hinaus bezeichnet man als Originale solche Exemplare, die im Verleihungszeitraum im Auftrag von Berechtigten hergestellt worden sind oder werden und welche die wesentlichen gestalterischen Merkmale von verliehenen Exemplaren aufweisen.

Zweitanfertigungen

Zweitanfertigungen (Ersatz-, Trage- und Spangenexemplare, sowie Privatanfertigungen) sind für Beliehene hergestellte Stücke, die sich von Originalen unterscheiden.

Sammlungsanfertigungen und Nachfertigungen sind keine Originale.

Kopien

Kopien und Repliken sind ohne Täuschungsabsicht hergestellte Nachfertigungen von Originalen.

Fälschungen

Fälschungen sind Exemplare, die in Täuschungsabsicht hergestellt und/oder in dieser Absicht in Umlauf gebracht worden sind bzw. werden.

Verfälschungen sind nachträgliche Zustandsveränderungen an Originalen, die in Täuschungsabsicht durchgeführt werden.

Diese Begriffsdefinitionen wollen einen Beitrag leisten zu einer künftig größeren Klarheit im Gebrauch derselben.

Passau, am 6. Mai 2007

Für die BDOS - Deutsche Gesellschaft       Für die Österreichische

für Ordenskunde e. V.                               Gesellschaft für Ordenskunde

gez. Rainer Keilbach                                 gez. Dr. Walter Chiba

Präsident                                                  Präsident

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